Beiträge

Wie sinnvoll ist die Herrschaft des Controlling?

Das ‚Handelsblatt‘ lieferte vor einiger Zeit eine Erklärung dafür, warum in immer mehr Konzernen ‚Pfennigfuchser‘ an die Spitze rücken. Gemeint ist der Wechsel von Finanzvorständen in die Position des Aufsichtsratschefs oder des CEO im eigenen oder in einem anderen Unternehmen. Auch in Deutschland ist dieser Beförderungsweg unter anderem bei BASF, Siemens und der Handelskette Metro zu sehen. Die Frage ist: Was prädestiniert die CFOs (Chief Finance Officers) eigentlich für die Position als Firmenlenker?

Weiterlesen

Fundstücke: Acht Regeln für den totalen Stillstand in Unternehmen

Lustig und leider auch wahr! Wie Sie den Change vermasseln.

Dieses Fundstück ergänzt wunderbar unseren Leitartikel vom August. Stillstand kann man auch provozieren.
Prof. Dr. Peter Kruse, Wissenschaftler im Bereich Organisationspsychologie, beschreibt uns ein paar Kniffe, wie Sie praktisch jeden Change lahmlegen.

Wir danken an dieser Stelle unserer aufmerksamen Kollegin Melanie Müns, die die Redaktion auf dieses Video hinwies.

Entwicklung der Ausfalltage

Die Anti-Stress-Verordnung

Oder: wie die Politik Weicheier heranzüchten wird

Stellen Sie sich vor, Ihre Kinder kommen von der Schule nach Hause und jammern Ihnen vor, wie viel Stress sie doch in der Schule hätten. Jeden Tag müssten Hausaufgaben erledigt werden. Ständig müsse man sich auf Klausuren vorbereiten. Und zu allem Überfluss gäbe es hin und wieder auch Referate und Präsentation zu halten.

‚Fürsorgliche’ Eltern haben für dieses Dilemma natürlich sofort die Lösung parat. Einzeln oder zusammengerottet stürmen sie die Lehrerkonferenz – es fehlt nicht viel, dass sie sich wie beim Bauernaufstand mit Fackeln und Mistgabeln bewaffnen; sie halten Inquisition, engagieren Winkeladvokaten oder wenden sich gleich an das Kultusministerium und fordern weniger Schulaufgaben, bessere Benotung und ähnliche Dinge für ihre Zöglinge.
‚Schlechte’ Eltern versuchen, Ihren Kindern Problemlösungsstrategien beizubringen, z.B. effizient lernen und Informationen recherchieren, eine bessere, zeitliche Organisation und so weiter, um mit dem Stress besser fertig zu werden.

Nicht anders läuft es bei den Erwachsenen. Um den Stress bei der Arbeit soll sich die Politik kümmern. Sie fühlt sich in ihrem Beglückungseifer auch angesprochen und will sich per Gesetz dafür einsetzen, dass der Stress im Berufsleben reduziert werde. Aber ist das der richtige Weg?

Weiterlesen

Change (Miss-) Management und Motorrad (-crash) – ein Vergleich

Ich fahre leidenschaftlich gerne Motorrad. Nicht nur gerne, sondern auch viel. Das höchste der Gefühle für mich ist, in den Bergen unterwegs zu sein: tolle Aussichten zu genießen, schöne Kurven- und Serpentinenstrecken zu finden, die Schräglagen und das Rausbeschleunigen aus der Kurve zu spüren… eben die pure Fahrdynamik eines Motorrads. Das übt eine ungeheuere Faszination auf mich aus!

Das Motorrad: ein komplexes Zusammenspiel der Kräfte; Quelle: hyperkommunikation.ch

Denjenigen, die nicht selbst fahren, sei gesagt: das ist Sport! Um ein Motorrad auf der Straße zu halten und – noch viel mehr – auf der richtigen Spur reicht es nicht, ein wenig am Lenker zu drehen. Gerade bei Kurvenfahrten muss das Motorradfahren richtiggehend bearbeitet und geführt werden: Spur wählen, anbremsen, Lenkimpuls, Gewichtsverlagerung, Abkippen, Blickführung, usw. Allesamt Faktoren, die ich als Motorradfahrer berücksichtigen muss.
Physikalisch betrachtet ist es ein hochkomplexes Zusammenspiel aus Winkeln, Geschwindigkeiten, Ent- oder Beschleunigungswerten, Schwerpunkten, Reibungs- und Haftungskoeffizienten, Verwindungssteifigkeitswerten, Zug- und Druckstufen und was weiß ich noch alles.

Ich bin aber kein Physiker. Geschweige denn, dass ich all diese rationalen, physikalischen Größen während der Zufahrt auf die Kurve mit exakten Messwerten erfassen, verarbeiten und in folgerichtige Maßnahmen umsetzen könnte. Trotzdem bringe ich mein Motorrad regelmäßig um die Kurve.¹ Warum?

Weiterlesen

Leadership in harten Zeiten: Was Forbes dazu meint

Auch wenn die Krise vorerst ausgestanden scheint: Das wirtschaftliche Umfeld war in den letzten Jahren hart genug. Trotz derzeit guter Konjunktur dürfte auch die Zukunft zahlreiche Herausforderungen und Change-Prozesse mit sich bringen. Gute Führungskräfte müssen darauf vorbereitet sein.

Weiterlesen

Ist ein Paradigmenwechsel in den Human Ressources überfällig?

Human Ressources ist der neudeutsche Begriff für die Mitarbeiter eines Unternehmens ebenso wie für die Personalabteilung. Ihrer Definition nach müssten beide Rollen eigentlich klar sein. Produktive, kreative und loyale Mitarbeiter sind die möglicherweise wichtigste Ressource einer Firma. Mit ihrer Leistung und ihrer Innovationskraft bestimmen sie über deren Zukunftsfähigkeit. Die Personalabteilungen besitzen – eigentlich – nur eine Support-Funktion gegenüber der Unternehmensleitung und allen anderen Führungskräften.

Weiterlesen

Change in der Unternehmenskultur

oder: Die Erkenntnis, dass ein Wechsel nötig ist

Aus der Finanzwelt kamen in den letzten Monaten nicht nur Nachrichten darüber, wie es um die Branche in der Erholungsphase nach der Krise steht. Sowohl intern als auch in der Öffentlichkeit sorgte eine Reihe von Todesfällen für einen Schock. Zuletzt wurde im Januar 2014 der Deutsche-Bank-Manager William Broeksmit erhängt in seiner Wohnung in London aufgefunden. Broeksmit galt als enger Vertrauter des früheren Investmentchefs und heutigen Co-Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain. Ursprünglich hatte Jain ihn als Risikovorstand des Hauses vorgesehen, was seinerzeit die Bundesfinanzaufsicht (Bafin) wegen mangelnder Führungserfahrung untersagte. Broeksmit schied Anfang 2013 schließlich vorzeitig aus dem Unternehmen aus.

Weiterlesen

Strategische Unternehmensberatung immer stärker unter Druck

Dass die strategische Unternehmensberatung immer stärker unter Druck gerät, ist für Insider nichts Neues. Die Boom-Jahre sind für McKinsey & Co. offenbar endgültig vorbei. Zwar stehen die Großen in der Branche – Marktführer McKinsey, The Boston Consulting Group oder Bain & Company – im Branchenvergleich auch heute ausgezeichnet da, der Kampf um potentielle Kunden zwingt sie jedoch, ihr Profil zu überdenken. Im Kern geht es dabei um Akquise und Kundenbindung durch zum Teil recht aggressive Wettbewerbsmethoden.

Weiterlesen

Führung – Haupt- oder Nebenrolle im Unternehmen

Führung in einer veränderten Welt – wie wir auf veränderte Bedingungen in unserer Führungskultur reagieren können

Wir leben in einer Zeit der andauernden Veränderung. Die digitale Revolution hat unsere Welt und unsere Wahrnehmung der Welt nachhaltig modifiziert und gleichzeitig zu einer rasanten Beschleunigung des Alltags beigetragen. Früher benötigte eine Postkutsche mehrere Tage, um Informationen von einem Ort zum nächsten zu bringen. Heute werden innerhalb von Sekunden Informationen ausgetauscht und darauf basierend Entscheidungen getroffen.

Weiterlesen

Wie sinnvoll ist die Frauenquote?

Führen Frauen wirklich anders oder besser?

Managerinnen wie Marissa Meyer benötigen mit Sicherheit keine Frauenquote, um an die Macht zu kommen. Als die ehemalige Google-Managerin 2012 auf den CEO-Posten des angeschlagenen Internet-Riesen Yahoo berufen wurde, wurde Meyer endgültig zum Glamour-Girl der Branche – und erwies sich bald als ebenso status-, macht- und publicitybewusst wie ihre männlichen Kollegen in der Chefetage. Inzwischen ist ihr Glamour etwas fahl geworden: Marissa Meyers autoritärer und im Kern längst überlebter Führungsstil sorgte unternehmensintern und in den Medien für Gegenwind. Auch die gerade vorgelegten Zahlen für das vierte Quartal 2013 sprechen nach ihren anfänglichen Erfolgen für Entzauberung – Mayer selbst räumt inzwischen ein, dass es wohl mehrere Jahre dauern würde, bis Yahoo wieder „wirklich glücklich“ werde. Was also ist frauenspezifisch an Marissa Meyers Führungsstil? Und was würde den Unternehmen eine Frauenquote bringen?

Weiterlesen

Ständige Erreichbarkeit – was bedeutet sie aus Führungsperspektive?

Ständige Erreichbarkeit durch digitale Medien sowie Mobilgeräte gehört zu den ‚Geißeln‘ der modernen Arbeitswelt. Viele Arbeitnehmer geben sie in Studien als expliziten Überlastungsfaktor an, unter Experten gilt sie als einer der maßgeblichen Gründe für chronische Überforderung von Arbeitnehmern bis hin zum Burnout.

Weiterlesen

Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

oder: Schuster, bleib bei deinen Leisten

Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Fall der Hypo Real Estate (HRE), der Ende 2011 ein extrem negatives Licht auf die Praxis der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften warf? PriceWaterhouseCoopers (PwC) hatte einen Buchungsfehler in Höhe von 55,5 Milliarden Euro übersehen. Besonders pikant daran: Als Folge der Finanzkrise war die HRE im Jahr 2009 verstaatlicht worden, hundertprozentiger Eigentümer ist der Finanzmarktstabilisierungsfonds des Bundes. Aus Sicht der Bundesbank hätten die Wirtschaftsprüfer den milliardenschweren Bilanzierungsfehler bereits im Frühjahr 2011 erkennen können, der auch die deutschen Staatsschulden zeitweise spürbar in die Höhe trieb.

Weiterlesen

Change für alle

oder: Warum Marissa Mayer den Star-Bonus verliert

Zur Präsentation der bislang letzten Quartals-Ergebnisse stellte sie sich wie üblich per Video-Chat den Fragen der Wallstreet-Analysten. Ihr Credo lautete, dass sie mit ihrem Team für den Konzern ein stabiles ‚Wachstumsfundament‘ geschaffen habe. 400 Millionen User der mobilen Services von Yahoo sind zunächst einmal ein klares positives Statement. Auch die Neueinstellung zahlreicher Experten zeuge von dem ’stabilen Momentum‘, das Yahoo gewonnen hat. Allerdings folgen auf den Jubel bald auch vorsichtigere Töne (siehe dazu: Yahoos Quartalsbilanz). Bis das Unternehmen und seine Mitarbeiter wirklich glücklich wären, dürfte es noch mehrere Jahre dauern.

Weiterlesen

Wirtschaftsforum spendet an GemEINSAM

Regionale Unternehmer übernehmen Verantwortung in der  Nachbarschaftshilfe

Am 19. Februar hatte das durch die Dr. Thorsten Bosch AG in Schondorf initiierte ‚Wirtschaftsforum – Zukunft made in Germany’ seine Auftaktveranstaltung. Im Rahmen der Veranstaltung wurden Spenden für GemEINSAM (‚Gemeinnütziger Verein Ammersee West e.V.’) gesammelt. Dessen 1. Vorstand, Herr Peter Raithel, freute sich, die insgesamt 1.139 Euro am Mittwoch von Achim Berlitz (Leiter Öffentlichkeitsarbeit der Bosch AG) überreicht zu bekommen [siehe Bild]. GemEINSAM unterstützt mit ehrenamtlichen Kräften Menschen im Alter oder in Not aus Schondorf und Umgebung.

Weiterlesen

Sanierung und Controlling: Wird die Sau vom Wiegen doch schwerer?

oder: Wenn Geisterschiffe wiederkehren

Betriebliche Weihnachtsfeiern für die Mitarbeiter gab es bei Vodafone im vergangenen Dezember nicht. Das neue Sparprogramm für den Düsseldorfer Konzern nennt sich „Fit for Growth“. Es soll die jährlichen operativen Kosten von zwei Milliarden Euro um 100 Millionen netto mindern. Auch betriebsbedingte Kündigungen für einen Teil der rund 11.000 Beschäftigten sind laut Vodafone-Deutschland-Chef Jens Schulte nicht völlig ausgeschlossen.

Weiterlesen

Führung im Wandel

Die Führungsstruktur in Unternehmen ist dem gesellschaftlichen Wandel inbegriffen. Betrachtet man die Unternehmensstruktur heute im Gegensatz zu vor dreißig Jahren, so kann man eine Veränderung beobachten, die viele Probleme und Begriffsunschärfen im Bereich Führung und Management erklärt. Diese Veränderung macht deutlich, warum es wichtig ist, sich über die Rolle von Führungskräften in Unternehmen ausführlich Gedanken zu machen und sie in ihrer Wichtigkeit wahrzunehmen.

Weiterlesen

Wirtschaftsforum – Retrospektive zur Auftaktveranstaltung

Wir geben zu, wir waren schon etwas ergriffen, als wir am Abend, nach dem Ende der Veranstaltung, die Feedback-Bögen ein erstes Mal durchschauten. Was sich über den Tag verteilt in zahlreichen Gesprächen bereits angedeutet hatte, fand sich hier in durchweg positiven Reaktionen wieder.
Das Format, das wir gewählt, hatten, war nicht ohne Risiko, denn schließlich lebt es von der aktiven Beteiligung aller. Umso mehr möchten wir uns bei unseren Gästen für Ihr Engagement bedanken.  

Weiterlesen

Unternehmensentwicklungsberatung: Die Geburt einer neuen Branche

Die Strategieberater von McKinsey, Roland Berger oder der Boston Consulting Group galten lange als die absoluten Stars der Beratungsbranche. Auf die Leistungen der externen Allrounder verzichtete kaum ein großes Unternehmen. Die Motive dafür sind durchaus differenziert zu sehen: Die Firmenleitungen der Auftraggeber versprachen sich Synergie-Effekte aus dem zum Teil globalen Netzwerk der Beratungshäuser oder meinten, dass sich notwendige Umstrukturierungen mit den externen Koryphäen besser begründen und vorbereiten ließen als mit den eigenen Führungskräften. Inzwischen mehren sich jedoch die Zeichen, dass die Branche am Beginn einer tiefen Krise steht. Nach Umsatzzahlen haben die globalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wie PwC auch den Branchen-Primus McKinsey bereits heute überrundet. Mehr als ein Beratungshaus, darunter auch die deutsche Unternehmensberatung Roland Berger, steht hinter den Kulissen zum Verkauf.

Weiterlesen

Stationärer Arbeitsplatz versus virtuelle Arbeitsformen

Oder: Ohne Bindung geht es nicht!

In den vergangenen drei Dekaden ging der globale Trend immer stärker und scheinbar unumkehrbar vom stationären Arbeitsplatz mit mehr oder weniger festen Arbeitszeiten zu flexiblen, virtuellen Arbeitsformen. Die Möglichkeiten und Notwendigkeiten dafür ergaben sich aus der digitalen Revolution und einer immer stärker global vernetzten Welt. Die neuen Arbeitsformen haben die Strukturen und Regeln der Arbeitswelt nachhaltig verändert. Allerdings hat dieser Prozess auch seine Schattenseiten: Menschen sind soziale und vor allem emotionale Wesen, die mit virtueller Heimarbeit allein nicht glücklich werden.

Weiterlesen

Change, Change, Chance…

Die Rolle der Führung in Veränderungsprozessen

„Innovation braucht Freiheit und Raum“
war der Untertitel unserer Ankündigung des ‚Wirtschaftsforum – Zukunft made in Germany’ vor etwa einem Monat.

Nun folgen die Taten.
Und am 19. Februar ist es soweit. Mit dieser ersten Veranstaltung Change, Change, Chance…’ fällt der Startschuss einer zukünftigen Reihe, in denen wir den Teilnehmern eben genau das geben:

  • die Freiheit, sich und seine Ansichten und Bedürfnisse zu artikulieren
  • den Raum, wo sie dies tun können und auf interessante Persönlichkeiten treffen, die vielleicht ähnliche Anliegen haben.
    Weiterlesen

Change Management: Früher war sogar die Zukunft besser…

Oder: Warum 99% der Veränderungsprozesse in Unternehmen vergebens sind!

Leben ist Veränderung. So wahr diese Aussage auch sein mag, die meisten Menschen sind und bleiben dennoch Gewohnheitstiere. Wir schätzen Beständigkeit und Sicherheit und tun sehr viel dafür, um diesen Zustand zu erhalten. Dafür verdrängen wir die anfangs genannte Wahrheit so gut es geht – manchmal so lange, bis das Leben selbst uns die notwendige Veränderung quasi mit Gewalt aufdrängt. Dies ist ein sehr paradoxes Verhalten von uns Menschen, wenn man bedenkt, dass Veränderung nichts anderes ist, als ein entscheidender Mechanismus der Evolution. Er sorgt für die Anpassung an ein sich ständig veränderndes Umfeld und ist damit im Grunde ein Garant für’s Überleben. Der Umgang mit Veränderungen im Privatleben bleibt natürlich jedem Menschen selbst überlassen. Schwierig wird das genannte Paradoxon, wenn es um Veränderungsprozesse in Organisationen bzw. Unternehmen geht.

Weiterlesen

Change-Management

oder: Veränderung macht keinen Spaß

Das deutsche E-Commerce befindet sich im Aufwind. Aus Sicht des Bundesverbandes Onlinehandel sind innerhalb der Europäischen Union die Zuwachsraten für das digitale Shopping nur in Großbritannien höher. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 33 Milliarden Euro im E-Commerce umgesetzt – gegenüber 2011 ist dies ein Wachstumsschub von 15 Prozent. Der IFH Branchenreport prognostiziert weiteres Wachstum und bescheinigt den sogenannten „Pure Playern“, also Unternehmen, die sich mit ihren Angeboten ausschließlich auf E-Commerce fokussieren, den nachhaltigsten Erfolg. Laut einer aktuellen Studie des Branchenverbandes Bitkom kaufen über 90 Prozent der Internet-Nutzer dort auch ein. 40 Prozent von ihnen shoppen mehr als zehn Mal jährlich online. Den kommerziellen Boom des Internets treiben alle sozialen Schichten und alle Altersgruppen. Nur acht Prozent der Befragten gaben an, bisher nicht von der Möglichkeit des Online-Kaufs Gebrauch gemacht zu haben. Ihren Verzicht darauf begründen sie überwiegend damit, dass sie sich vor dem Kauf eine reale Produkterfahrung wünschen.

Weiterlesen

Kienbaum-Studie: Personalarbeit im 21. Jahrhundert

Für die sechste Edition der Studie „HR Strategie und Organisation“ befragte die Unternehmensberatung Kienbaum & Partner seit dem späten Frühjahr 2012 Personalleiter und andere Experten für Human Ressources (HR) von deutschen, österreichischen und Schweizer Unternehmen. Im Zentrum der Erhebung standen Fragen nach den zentralen Kriterien für Arbeitgeberattraktivität, die erfolgskritische Rolle einer proaktiven Talentgewinnung sowie die Rolle der neuen digitalen Medien – Stichwort „Social Media“ – für ein wirksames Employer Branding. Die Studienergebnisse fließen in das Kienbaum HR Strategie- und Organisationsbarometer sowie Detailauswertungen für verschiedene Länder, Branchen und Unternehmensgrößen ein. Hier spielt der Vergleich mit Best-Practise-Unternehmen eine zentrale Rolle. Laut Kienbaum-Partner und Studienleiter Paul Kötter soll die Studie für die teilnehmenden Firmen „eine umfassende empirische Basis“ für eine optimierte Personalarbeit und somit für die „Steigerung des Wertbeitrags“ der HR-Ressorts zum Erfolg der Unternehmen schaffen.
Weiterlesen

Die Angst vor Veränderung

oder „Früher war sogar die Zukunft besser“

Dass Siemens-Mitarbeiter gegen den Sparkurs des Konzerns auch mit öffentlichen Demonstrationen protestieren, ist nichts Neues. Zuletzt gingen im September 2013 die Mitarbeiter der Siemens-Flugzeuglogistik auf die Straße, da sie befürchten, dass die Abspaltung der Firma aus dem Konzernverbund zum Verkauf und zum Verlust ihrer Arbeitsplätze führen wird. Betriebsräte, Gewerkschaften und Mitarbeiter kritisieren bereits seit Jahren die „Portfolio-Politik“ der Unternehmensleitung, die laut einem IG-Metall-Gewerkschafter zwar klinisch sauber klinge, in Wirklichkeit jedoch bedeute, die Mitarbeiter „auf schmutzige Weise zu entsorgen“. Aus der Perspektive vieler Mitarbeiter präsentiert sich Siemens heute in weiten Teilen als „Kahlschlag-Unternehmen“, in dem es für die Beschäftigen trotz akzeptabler Konzerngewinne keine Sicherheiten gibt.
Weiterlesen